DONNSCHTIG-JASS Die Vorbereitungen laufen
SF DRS war in Riehen: Für alle Fälle gewappnet Ob die Sendung Donnschtig-Jass tatsächlich zu uns nach Riehen kommt, entscheidet sich erst am 8. Juli in Rheinfelden: Dann nämlich spielt das Jass-Team Riehen gegen Röschenz um die Austragung der Sendung vom 15. Juli. Eine Fernsehsendung von der Grösse des Donnschtig-Jass kann aber nicht innerhalb einer Woche geplant und ausgeführt werden. Deshalb wurden die Vorbereitungen für die Sendung schon vor langer Zeit vom Riehener Donnschtig-Jass-Organisationskomitee aufgenommen. Letzte Woche traf erstmals eine grössere Delegation des Schweizer Fernsehens in Riehen ein, um den Gemeindeplatz genauer zu inspizieren. Sollte Riehen gegen Röschenz gewinnen, ist es hier, wo die Sendung aufgezeichnet wird. Die Donnschtig-Jass-Macher vom Schweizer Fernsehen messen die möglichen Veranstaltungsplätze der teilnehmenden Gemeinden an einer langen Liste von Kriterien. Die Attraktivität als Fernsehkulisse wird letztlich in einer Gesamtnote zum Ausdruck gebracht. Die Bestnote ist 1, eine 3 bedeutet im Jargon des Fernsehens «unbespielbar». Der Riehener Gemeindeplatz hat nach der ersten Besichtigung eine 1,5 erhalten. Als mögliches Problem hat die Aufnahmeleitung die Bäume in der Umgebung identifiziert: Jene auf dem Parkplatz stellen für die Kranbauer ein Hindernis dar, das umwunden werden muss. Und jene auf der Wettstein-Anlage, die im Hintergrund zu sehen sein werden, bereiten den Lichttechnikern Kopfzerbrechen. Als Pluspunkt nennt Regisseur Bruno Kocher dafür den weitläufigen Charakter der Wettstein-Anlage: «Es ist zwar ein Platz, aber gleichzeitig ist er offen.» Das Aufbaupersonal hat indes handfeste Eigeninteressen: Sie freuen sich, wenn das Set einfach zu installieren ist. Kürzlich habe sich eine Gemeinde diesbezüglich keine Freunde verschafft, verrät Kocher. Die Verantwortlichen des OKs wollten im Falle eines Sieges eine Bühne auf einem See bauen. Die komplizierte Konstruktion hätte für das Aufbaupersonal Mehrarbeit bedeutet. «Das Aufbaupersonal hat da gehofft, dass der Gegner gewinnt», verrät Kocher. Der ganze Aufwand mit den Vorbereitungen des Riehener OKs könnte sich allerdings als umsonst erweisen: Dann nämlich, wenn sich Riehen in Rheinfelden nicht gegen Röschenz durchsetzen kann. Nicole Strahm und Lukas Buholzer vom OK räumen ein: «Das täte natürlich sehr weh.» Sie stossen damit beim Donnschtig-Jass-Team des Schweizer Fernsehens auf Verständnis. Dort weiss man, dass eine verpasste Teilnahme in den Gemeinden grosse Enttäuschung auslösen kann. Kürzlich sei eine kleine 200-Seelen-Gemeinde zum zweiten Mal innert zehn Jahren in der Sendung unterlegen gewesen, erzählt Bruno Kocher: «Da leiden natürlich auch wir mit den Verlierern mit. Ihnen hätten wir den Sieg gegönnt.» Bei allem Mitleid weiss er aber auch: «So sind nun mal die Regeln.»
Toprak Yerguz, Riehener Zeitung
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